Terravigna zeigt gereiftes Österreich

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Österreichs grosse Weine zeigen ihre ganze Klasse oft erst mit einigen Jahren Reife. Genau diesem Thema widmete sich die von Terravigna organisierte Verkostung «Österreichs Schatzkammer der grossen Jahrgänge» Ende August in der WineBank Zürich. Vier renommierte Weingüter brachten dafür gereifte Jahrgänge nach Zürich und zeigten eindrucksvoll, wie unterschiedlich sich Herkunft, Rebsorte und Zeit im Wein verbinden.

Von Terravigna top organisiert: Österreichs Schatzkammer der grossen Jahrgänge (c) vvwine.ch

Den Auftakt machte das Weingut Hirsch aus dem Kamptal. Johannes Hirsch konzentriert sich konsequent auf Grüner Veltliner und Riesling und arbeitet mit renommierten Lagen wie Lamm, Gaisberg, Grub, Renner und Heiligenstein. Die Minivertikale widmete sich dem GV aus der Lage Lamm.

Weiter ging es mit Pichler-Krutzler aus der Wachau. Elisabeth Pichler-Krutzler und Erich Krutzler arbeiten in Oberloiben mit den grossen Wachauer Lagen wie Kellerberg, Loibenberg und Supperin. Im Mittelpunkt stehen Grüner Veltliner und Riesling. Die Weine verbinden die kühlen Einflüsse der Donau mit den steilen, von Gestein und unterschiedlichen Böden geprägten Terrassen der Wachau.Vom Riesling aus der Lage Loibenberg wurden die Jahrgänge 2025, 2016, 2014 und 2013 präsentiert.

Ebenfalls aus der Wachau stammt der Nikolaihof in Mautern, eines der traditionsreichsten Weingüter Österreichs. Auf rund 22 Hektar entstehen vor allem Riesling und Grüner Veltliner. Die biodynamisch bewirtschafteten Reben stehen in verschiedenen Rieden rund um Mautern und im Kremstal. Charakteristisch ist die lange Reife in grossen alten Holzfässern. Einige Weine dürfen dort viele Jahre verbringen, bevor sie auf den Markt kommen.

Riesling von Pichler-Krutzler aus der Wachau (c) vvwine.ch

Den roten Kontrapunkt setzte Ernst Triebaumer aus Rust im Burgenland. Hier steht vor allem der Blaufränkisch im Mittelpunkt, mit grossen Rieden wie Mariental, Oberer Wald und Gemärk. Besonders der Blaufränkisch Mariental besitzt Kultstatus und gehört zu den Weinen, die wesentlich zum internationalen Ruf des österreichischen Rotweins beigetragen haben. Wie hervorragend der Blaufränkisch Mariental reift, bewies die Mini-Vertikale der Jahrgänge 2020, 2015, 2013 und 2008.

Weine von Hirsch und Pichler-Krutzler (c) vvwine.ch

Die drei Mini-Vertikalen von Hirsch, Pichler-Krutzler und Triebaumer mit jeweils vier Jahrgängen ermöglichten den Vergleich über die Zeit und machten sichtbar, wie sich Struktur, Frucht, Mineralität und aromatische Tiefe mit zunehmender Reife verändern. Ergänzt wurde dieses Programm durch eine eigene Selektion gereifter Weine des Nikolaihof. An dieser Stelle möchte ich ein grosses Dankeschön an das Team von Terravigna richten, welches mir diese wunderbare Reise durch mehrere Jahrzehnte österreichischer Weinkultur ermöglicht hat.

Nachfolgend all meine Notizen und Bewertungen zu den präsentierten Weinen.

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