Die besten Schweizer Weine 2016

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71 Weine des Jahrgangs 2016, alle mit mindestens 17.5 Punkten bewertet, standen beim Swiss Wine Vintage Award 2026 zur Verkostung bereit. Im Kunsthaus durfte ich die prämierten Weine bereits im Vorfeld der offiziellen Degustation in Ruhe probieren und mich durch einen bemerkenswerten Querschnitt gereifter Schweizer Weine arbeiten. Vielen Dank an dieser Stelle an Inès von der Swiss Wine Connection, welche mir dieses Pre-Tasting ermöglicht hat.

Unter anderem im Tessin sind hervorragende 2016er zu finden (c) vvWine.ch

Der Jahrgang 2016 hatte es den Winzern nicht leicht gemacht. Frost Ende April, ein aussergewöhnlich nasser und kühler Frühsommer sowie massiver Krankheitsdruck durch Falschen Mehltau sorgten regional für erhebliche Ernteverluste. Erst der trockene Spätsommer und ein sonniger Herbst brachten die nötige Wende.

Dass heute, zehn Jahre später, in allen Kategorien herausragende Weine zu finden sind, ist deshalb umso bemerkenswerter. Die Verkostung liefert einen eindrücklichen Beleg dafür, dass Schweizer Weine nicht nur jung überzeugen können. Gute Exemplare besitzen auch die Fähigkeit, über Jahre zu reifen und dabei an Komplexität und Eigenständigkeit zu gewinnen.

Zwei hervorragend gereifte und mineralisch geprägte Chasselas (c) vvWine.ch

Besonders eindrücklich präsentierte sich das Wallis. An der Spitze steht der 2016 Grain Noble Arvine von Marie-Thérèse Chappaz mit 98 Punkten, ein grosses Süssweinkino mit enormer Dichte, Spannung und Länge. Ebenfalls herausragend waren der Cornalin von Denis Mercier mit 94 Punkten sowie der Païen Les Bernunes von Cave Caloz und der Chamaray Cornalin Réserve von Jean-René Germanier, beide mit 93 Punkten.

In der Waadt setzte sich der Brez La Colombe von Domaine La Colombe mit 93 Punkten an die Spitze, dicht gefolgt vom Aigle Grand Cru Clos du Crosex Grillé Cuvée des Immortels Réserve. Beide Weine zeigten eindrücklich, wie grossartig Chasselas reifen kann.

Hans Bättig sorgte mit seinem Team für perfekt temperierte Weine (c) vvWine.ch

Auch ausserhalb der klassischen Hochburgen gab es bemerkenswerte Entdeckungen. In der Drei-Seen-Region überzeugte der Pinot Noir von Caves de Chambleau mit 93 Punkten, in Graubünden der Fläscher Chardonnay von Christian Hermann mit ebenfalls 93 Punkten. Aus Zürich erreichte der Pinot Noir élevé en Barrique von Lüthi Weinbau 93 Punkte und zeigte sich dabei erstaunlich frisch und vital.

Im Tessin schliesslich gehörten der Balin von Kopp von der Crone Visini mit 94 Punkten sowie Mondò von Azienda Mondò, Arco Tondo von Tenuta San Giorgio und Il Rosso di Chiara von Paolo Basso Wine mit jeweils 93 Punkten zu den herausragenden Weinen. Ein bemerkenswert breites Spitzenfeld, das zeigt, wie vielfältig und reifefähig die Schweizer Weinlandschaft ist.

Nachfolgend all meine Notizen und Bewertungen zu den präsentierten Weinen.

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